Unterricht

11.06.2015
Spezialunterricht
Spezialunterricht ist ein Angebot der Schule zur Unterstützung von Kindern mit besonderem Förderbedarf. Die Schule bietet Spezialunterricht mit den folgenden Schwerpunkten an: Logopädie, Psychomotorik und integrative Förderung. Der Spezialunterricht ist für Eltern kostenlos und in der Bildungsgesetzgebung geregelt.

Wenn die Lehrkraft in ihrer Fragestellung und ihrer Beurteilung als mögliche Massnahme eine besondere Förderung oder Unterstützung im Spezialunterricht in Betracht zieht, gilt das Stufenmodell.

Stufe I: Differenzierung
Das Volksschulgesetz und der Lehrplan gehen davon aus, dass für die Förderung von Kindern mit Lernschwierigkeiten in erster Linie die Regelklassenlehrkraft oder die Kindergärtnerin/der Kindergärtner verantwortlich ist und diese Kinder durch innere Differenzierung bezüglich Leistungsanforderungen, Methodik und Beurteilung unterrichtet werden.

Stufe II: Unterstützung durch die Eltern
Viele Eltern sind bereit, die Bemühungen der Schule im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu unterstützen. Sie sind aber auf genaue Instruktion, was, wieviel sie, wie und wie lange mit ihren Kindern arbeiten sollen, angewiesen. Diese Zusammenarbeit stärkt die Eltern in ihren elterlichen Funktionen, zeigt ihnen aber auch, dass die schulische Entwicklung ihres Kindes nicht allein Sache der Schule ist.

Stufe III: Beratung/Beurteilung
Beizug einer Lehrkraft aus dem Team der Lehrkräfte für Spezialunterricht zur Beurteilung und zur Beratung:Stufe III ist die wichtigste Stufe im Stufenmodell, hier findet eine Triage über die weiteren Schritte statt. Mögliche Wege sind z.B.:
  • Eine direkte Anmeldung bei der EB / dem KJPD mit entsprechender Fragestellung oder Weiterweisung an eine andere kompetente Stelle wie Schularzt.
  • Zeitlich befristete Kurzintervention ohne Auftrag durch die Schulleitung (max. 12 Wochen) durch eine Lehrkraft für Spezialunterricht zur sorgfältigeren Beurteilung der Situation und Beratung der Lehrkraft.
  • Andere Massnahmen.

Stufe IV
Zeigt sich, dass eine Förderung im Spezialunterricht nötig ist, es sich aber um eine leichte Lern- oder Entwicklungsauffälligkeit handelt, meldet die Lehrkraft das Kind der zuständigen Schulleitung im Einverständnis mit den Eltern für SPU-A (Spezialunterricht/Auffälligkeit) an.

Handelt es sich um eine schwere Störung oder eine komplexe Situation, bei der eine Beurteilung durch die Erziehungsberatung sinnvoll ist, meldet die Lehrperson das Kind im Einverständnis mit den Eltern bei der Erziehungsberatung an. Die Erziehungsberatung lädt die Eltern und das Kind zu einer ergänzenden pädagogisch-psychologischen Beurteilung ein und nimmt Kontakt mit den Lehrpersonen auf.

Die Erziehungsberatung stellt der Schulleitung Antrag für SPU-S (Spezialunterricht/Komplexe Schwierigkeit) für das Kind und schlägt eine zeitliche Befristung vor. Die Schulleitung verfügt den Spezialunterricht und die einzelnen Unterrichtsaufträge werden den Lehrkräften für Spezialunterricht zugeteilt.
Primar- und Kindergartenstufe Worb | Wydenstrasse 38 | 3076 Worb | Tel. 031 838 06 00